Nur zur Info

In letzter Zeit ist hier außer einigen Linkveränderungen nichts passiert. Das wird sich voraussichtlich auch noch ein bisschen hinziehen, aber dann kommt der relaunch -> schneller, besser, lauter (oder auch nur einfach wieder aktiver)

Hexenjagd

Schon wieder ein Fortsetzungsbeitrag. Die Bandbreite, eine ‚linke‘ HipHop-Band die sich vor allem mit kruden Verschwörungstheorien in den Vordergrund gedrängt hat, hat ihr neues Album veröffentlich: Hexenjagd.
Der Titel drückt die tiefsitzende Paranoia der beiden ‚Künstler‘ aus, denn diese fühlen sich tatsächlich verfolgt und suggerieren in ihrem Trailer den kurz bevorstehenden Flammentod:


Damit nicht genug. Wer so tapfer für die Wahrheit ficht, lässt sich natürlich nicht von irgendwelchen fiesen Kritikern daran hindern und deswegen klärt die Bandbreite weiter auf. Vom Reichstagsbrand bis zu den Terroranschlägen in Madrid erkennt sie immer die selbe Taktik. Die bösen Herrschenden belügen das Volk und schaffen sich durch Attacken unter falsche Flagge selber die Gründe für ihren repressiven Herrschaftsapparat. Denn immerhin haben die Selbstmordattentäter von London Rückfahrtickets gekauft. Riecht das nicht nach einer ganz großen Verschwörung?


Jürgen, lass gut sein.

Jürgen Elsässer, über den ich schon mal was geschrieben habe, ist ja durch seine Querfront-Volksinitiative gegen usraelische Heuschrecken oder so bekannt. Nachdem er aus einigen ‚linken‘ Zeitungen wie der Jungen Welt oder dem Neuen Deutschland geflogen ist und inzwischen bei jeder seiner Veranstaltungen mit Ärger rechnen muss, verlegt er sich nun darauf seinen Nationalismus freien Lauf zu lassen. Seine eigene erbärmliche Existenz nimmt er dabei zum Ausgangspunkt, um den Organisatoren der Proteste am 28.3. oder gegen den NATO-Gipfel in Straßburg zu erklären, warum ihre Mobilisierung nicht funktioniert hat. Und er kommt da zu recht ‚interessanten‘ Ergebnissen:

Das liegt auch an den noch schlechteren Slogans. “Make Nato history!”, “No to Nato”, “Make capitalism history!”, “Communism reloaded!” Wieviel Denglish darfs denn sein, meine Damen und Herren Autonomen? Und wenn wollt Ihr damit ansprechen? Arbeiter? Hartz-IV-Empfänger? Einwanderer aus der Türkei und anderen islamischen Ländern? Die werden sich bedanken, wenn Ihr sie in der Sprache des Imperiums, das ein moslemisches Land nach dem anderen überfällt, ansprecht. Sänk you for trävelling wis deutsche Antifa – sooo läuft das nicht!

Fast könnte man meinen, Elsässer wäre heimlich dem Verein zur Bewahrung der deutschen Sprache beigetreten. Englisch ist nun also die Sprache des Imperiums, die für einen Linken tabu sein müsste, um nicht den Anschluss an ‚das Volk‘ zu verlieren. Sein besonderes Einfühlungsvermögen in die Gefühlswelt muslimischer MigrantInnen zeigt schon in welche Richtung da die Bündnisse laufen sollen. Denn eines ist doch klar, die Leute fühlen sich nur von englischen Begriffen abgestoßen, ansonsten würden die schon lange in Massen der rot-grün-braunen Volksfront, wie sie Elsässer gerne hätte, zu strömen.
Dass er allerdings nicht nur irgendwelche muslimischen MigrantInnen, sondern auch die konservative Rechte in sein Bündnis einbeziehen möchte, hat er ja schon öfter erklärt. Praktischerweise stellt er sein neuestes Pamphlet „Nationalstaat und Globalisierung“ (dass er in seinem Blog passenderweise mit dem Titel ‚Zeit für ökonomischen Patriotismus‘ ankündigt) direkt bei diesen vor, nämlich bei den ‚Preußen‘.

Schon wird mir vorgeworfen, ich hätte die Seite gewechselt und betriebe eine sogenannte Querfront, also eine Verbindung von Linksradikalen und Rechtsradikalen. Die Bedenkenträger der Political CCorrectness kann ich aber beruhigen: Zeit meines erwachsenen Lebens bin ich Linker und Antifaschist, und daran wird sich nichts ändern. Deswegen kommt für mich eine irgendwie geartete Zusammenarbeit mit Nazis, Rechtsradikalen und Antisemiten nicht in Frage, und gerade deswegen trete ich heute abend hier auf. Ich habe mich davon überzeugt, daß die Preußische Gesellschaft eine höchst respektable Vereinigung ist, die mit friderizianischer Toleranz die unterschiedlichen Positionen zu Wort kommen läßt. Ein Forum, wo Julius Schoeps, Hermann Simon, Bischof Wolfgang Huber, der polnische Botschafter und der US-Botschafter und nicht zuletzt der Vorsitzende der Linken, Lothar Bisky, aufgetreten sind, kann kein vernünftiger Mensch mit Rechtsradikalismus in Verbindung bringen. Aber heutzutage genügt es bekanntlich schon, ein Konservativer zu sein, um in die Nazi-Ecke geschoben zu werden. Auch etliche Linke machen ein Gleichheitszeichen zwischen Konservativen und Nazis. Ich halte das für grundfalsch und politisch verheerend, und zwar gerade weil ich Antifaschist bin. Wie hätten denn die Nazis gestoppt und Europa befreit werden können, wenn nicht Linke und Konservative im Widerstand zusammengearbeitet hätten?

Mal abgesehen davon, dass die Grenzen zwischen solchen Gruppen und der extremen Rechten natürlich fließend sind und nicht so klar gezogen werden können, versteigt er sich in seiner Paranoia vor PC-Kritik zu höchst absurden historischen Analogien. Denn offensichtlich hält er sein Querfront-Projekt für die Wiederauflage der Anti-Hitler-Koalition, nur dass diesesmal Hitler ne US-Heuschrecke ist. Ansonsten halte ich es grundsätzlich ja für passend, wenn er seinen Nationalstaatsfetisch unter seinesgleichen auslebt, nur scheint ihm der Absprung von der Linken nicht so recht zu gelingen.
Es wäre doch so vieles für ihn, so viel einfacher, wenn er endlich einsieht, dass er in der Linken nichts mehr zu suchen hat. Aber er quält sich und uns weiter mit seinen grotesken Vorschlägen und wird so schnell wohl auch nicht aufhören.
Und deswegen werden wir uns wohl noch länger seine Sorgen um Deutschland anhören müssen:

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat in der letzten Ausgabe der Welt am Sonntag vorgerechnet, daß über elf Millionen deutscher Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden können, anders als bisher auch die Arbeitsplätze von Hochqualifizierten. In der Bild am Sonntag konnten man, ebenfalls am letzten Wochenende, lesen, daß die EU-Kommission zur Vermeidung von Diskriminierung von Deutschland verlangt, den Hartz-IV-Regelsatz auch an Asylbewerber auszuzahlen. In diese Richtung geht es.

Busfahren gegen Gott!

Der ein oder andere wird’s schon mitbekommen haben: In Deutschland soll die atheistische Buskampagne aus Großbritannien ebenfalls anlaufen. Auf der Homepage buskampagne.de kann man sich informieren und Bilder aus GB anschauen.
Für Deutschland gibt es 3 Motive, die eigentlich auf Buswerbeflächen in dt. Großstädten durch die Stadt fahren sollen.

Doch plötzlich haben Deutschlands Nahverkehrsbetriebe ihre konfessionelle Neutralität entdeckt. Während irgendwelche Religiösen einen dort belästigen durften, wird nun eine atheistische Buskampagne abgelehnt, um nicht irgendwelche religiösen Gefühle zu verletzen.
Wer trotzdem eine Spende für gottlose Buswerbung loswerden will, findet eine Möglichkeit auf ihrer Hompage.
Ich wünsch den Organisatoren noch viel Glück gegen diesen religiösen Wahnsinn!

Kulturtipps I

Ein 40 Stunden/Woche Praktikum für 0 € (‚das ist in der Branche üblich‘ – lol) bietet Gelegenheit youtube näher kennen zu lernen. Deswegen hier 2 Top-Kulturtipps:

Marc Uwe Kling
Im Internet unter http://www.marcuwekling.de/ zu finden. Bekannt geworden durch seine Auftritte bei Poetry Slams und seine Geschichten vom Känguru, hat er aber auch n paar Lieder im Angebot. Neben der ‚Homage‘ an Josef Ackermann begeistert vor allem sein SPD-Hit ‚Wer hat uns verraten‘:

Rainald Grebe

Oft in der Kombo mit der Kappelle der Versöhnung unterwegs bietet er unterhaltsames Liedgut für jede Gelegenheit. Als erstes seine künstlerische Verarbeitung der brandenburgischen Tristesse:


Und fast noch besser: Rainald Grebe als Kai Diekmann erklärt die 68er


Vorsicht, Piraten!

Nein, hier geht’s nicht um irgendwelche gekaperten Schiffe vor der Küste Somalias und auch nicht um den Fluch der Karibik, sondern um eine erheiternde Gerichtsposse: Der Prozess gegen die Betreiber der beliebten Internetseite „The Pirate Bay“.
Dort, so muss ich mir als Unkundiger aus den Artikeln zusammenreimen, kann man sich Adressen anzeigen lassen, wo man Spiele, Filme und was man sonst noch so braucht runterladen kann. Allerdings funkioniert das nicht mehr nach dem wohlbekannten Napster-Modus, wo man auf den Festplatten anderer Leute seine gewünschten Titel sucht und downloadet, sondern ist technisch wohl um einiges komplizierter. Insbesondere dass Pirate Bay weder die Sachen selber hostet, noch direkt einen Verweis auf eine Downloadquelle setzt, sondern stattdessen nur ermöglicht, dass sich Menschen, die etwas haben bzw. haben wollen so zusammenschalten, dass man nicht nur von einer, sondern gleich von mehreren Quellen saugt und sich diese Schwarmgebilde recht felxibel an Angebot und Nachfrage anpassen.
Soweit, so unverständlich. Ist aber erstmal auch recht egal, denn wie sich im Prozess gegen die Pirate Bay Betreiber in Schweden herausgestellt hat, durchsteigt selbst die Staatsanwaltschaft das System nicht ganz. Denn bereits in den ersten Prozesstagen musste die Hälfte der Anklage fallen gelassen werden, weil die zur Last gelegten Delikte so definitiv nicht begangen wurden… peinlich für die Staatsanwaltschaft und ein Sieg für die Pirate Bay Betreiber, die den Staat als sau blöde vorgeführt haben.
Ob der Rest der Anklage noch zu einer Verurteilung führt oder ob sich auch dies als angesichts der aktuellen Rechtslage als gegenstandslos erweist, steht noch nicht fest.
Mich begeistert nur, dass die Internetcommunity immer wieder die erbärmlichen Versuche von Industrie und Staat, geistige Eigentumsrechte im Internet durchzusetzen, so dermaßen auflaufen lässt… ein köstliches Schauspiel und ein Beweis für die Macht kollektiver Aneignung, selbst wenn diese nicht explizit politisch daher kommt.
Denn auch wenn The Pirate Bay wohl den Betreibern in der Hauptsache Werbeeinnahmen beschert, setzt sich doch ein Prinzip in diesem Umfeld durch: Alles für alle und zwar umsonst!
Und das ist ja schon mal nicht schlecht, ganz abgesehen von der Demonstration der staatlichen Unfähigkeit!
Berichte zu dem Schauspiel gab’s bei der taz:
taz I
taz II
taz III

BewegungsmanagerInnen

Die Interventionistische Linke steht seit ihrer Gründung im Verdacht nur ne verhinderte Parteineugründung zu sein und die sozialen Bewegungen nur als Vehikel für die eigenen Geltungsansprüche zu nutzen.
Das erste Mal gab es eine zugespitzte Diskussion im Zuge der G8 Proteste. Die IL bzw. deren Pressesprecher Tim Laumeyer hatten sich von den Riots nach der großen Bündnisdemo distanziert und erklärt, dass sie das falsch fänden. Als es dann aus der linksradikalen Ecke einiges an Kritik hagelte an diesem unsolidarischen Verhalten, ist man schnell zurückgerudert und betont, dass wäre natürlich nicht der IL-Standpunkt und das wäre in der Hektik und unter dem medialen Druck einfach falsch ausgedrückt worden. Soweit so schlecht.
Die eigene Position als ‚offizieller Vertreter‘ des linksradikalen Spektrums im breiten G8 Bündnis hat man dadurch aber schlussendlich nur gestärkt und sich somit einen gewissen Alleinvertretungsanspruch insbesondere gegenüber den Medien erkämpft.
Seitdem ist das Bündnis bei allen bundesweiten Großevents dabei, meist mit eigenem Aufruf und vor allem immer mit einem mehr als dubiosen Massenansatz. Bspw. hat man im Rahmen des Anti-Islamisierungskongress von Pro Köln sich zusammen mit bürgerlichen Kräften für Massenblockaden nach dem Vorbild Block G8 entschieden. Dass dabei eigene Inhalte der Massenaktion geopfert wurden, sieht man hingegen nicht. Denn, so die Argumentation, durch die Massenblockaden würden die Menschen durch die minimale Regelübertretung, eine nicht-genehmigte Sitzblockade zu machen, dauerhaft radikalisiert und die eigene gesellschaftliche Position durch die Bündnisarbeit gestärkt. (Diskussion zum Anti-Islamisieurngs Kongress und den Gegenaktionen habe ich auch hier angesprochen: hier)
Vor Kurzem nun gab’s einen groß angekündigten ‚antikapitalistischen Ratschlag‘ in Frankfurt/M. bei dem eine strategische Intervention in die Kapitalismuskrise erörtert werden sollte. Zusammen mit Bündnispartnern wollte man anhand verschiedener Themenfelder den optimalen Hebel finden. Herausgekommen ist anscheinend wieder ein äußerst dubioser Massenansatz, der die Breite an und für sich schon für einen Wert hält und dafür bereitwillig alles andere aufgibt. So berichtet es zumindest LEA von dem Kongress.
Heute war jetzt wiederum großer Antifa-Aktionstag in Dresden, um den Nazifratzen ihren Bombengedenktag zu vermießen. Während das antideutsche Bündnis ‚Keine Versöhnung mit Deutschland‘ insbesondere eine Kritik auch des bürgerlichen Opferdiskurses betreibt (deren Argumente kann man sicher an der ein oder anderen Stellen kritisieren, aber immerhin ist das ne inhaltliche Auseinandersetzung), wollte die IL mit ihrem Vorort-Bündnis ‚No Pasaran!‘ wieder mit Massenaktionen auftrumpfen. Damit man auch ne Masse zusammenbekommt, hat man sich mit Kritik am bürgerlichen Opferdiskurs tunlichst zurückgehalten und stattdessen die Energie in ne große Antifademo gesteckt, die, so der Plan, den Nazis die Tour versauen sollte. Heute lese ich nun Indymedia und was liest man da über die No Pasaran Demo?
Mit 4.000 Leuten hat man die Masse auf die Straße gebracht, dummerweise hat man die Nazis nichtmal gesehen und damit gerade mal ne große Latschdemo veranstaltet. So liest sich die Einschätzung auf Indy:

Insgesamt betrachtet dürften sich die meisten Antifaschisten mehr von dem Tag versprochen haben, da es nicht gelang, den Nazis in Sichtweite oder Hörweite ihren Unmut mitzuteilen. Positiv dagegen ist jedoch zu bewerten, dass deutlich mehr Menschen als in den vergangenen Jahren sich entschlossen haben ihren Protest gegen die geschichtsverdrehenden Thesen der Nazis auf die Straße zu tragen.

Mir drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass die IL sich über Massenmobilisierungen in der radikalen Linken behaupten und an bürgerliche Bündnispartner ranschmeißen will. Um das zu erreichen betreibt man im Vorfeld eine riesen Werbeshow (Flyer, Videos, Aktionstrainings etc.), nur um dann die angereisten Menschen als Inszenierung der eigenen Mobilisierungsfähigkeit zu instrumentalisieren.
Auch wenn ich es grundsätzlich wichtig finde, auch außerhalb der radikalen Linke zu agitieren, Bündnisse zu schmieden etc…. Aber dieser Ansatz entpuppt sich immer mehr als inhaltslose Medieninszenierung, von der einzig die IL und ihre führenden Kader profitieren, wenn sie das nächste Mal ihre Gewicht in Bündnissen in die Waagschale werfen wollen. Dieses Bewegungsmanagertum, dass die eigenen GenossInnen nur als StatistInnen aufmaschieren lässt, halte ich nicht für einen besonders gelungenen Organisierungsansatz.

Staat. Nation. Kapital. Scheiße.

Staat. Nation. Kapital. Scheiße.

Das Ums Ganze Bündnis macht ne antinationale Kampagne unter dem Motto „Staat. Nation. Kapital. Scheiße. Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!”. Im Rahmen dieser Kampagne soll neben zahlreichen Diskussionsveranstaltungen auch kulturell einiges geboten werden. TOP Berlin feiert schonmal unter dem Motto „Kein Volk! Kein Staat! Lieber was zu saufen!“ , was sie wohl von Deichkind geklaut haben und haben auch schon einige Veranstaltungen angekündigt.
Zusätzlich soll es eine Grundsatzbroschüre des Ums Ganze Bündnisses geben: »Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit«
Inhalt ist:

Sie entwickelt auf 120 Seiten eine grundlegende Kritik des Staates innerhalb der globalen kapitalistischen Konkurrenz, und erklärt den Zusammenhang von Freiheit und Ohnmacht als grundlegenden, systemischen Widerspruch der bürgerlichen Gesellschaftsordnung.

Ab März soll das Ding erhältlich sein, werd ich mir dann natürlich auch besorgen und hier besprechen.
Klingt vielversprechend und dürfte wohl gut zur nationalen Mobilmachung in Zeiten der Krise passen.

Trash mit Style


Antifa heißt….

Aktuell läuft im Antifaschistischen Infoblatt eine Debatte um antifaschistische Praxis und Theorie mit Beiträgen von der Kampagne ‚NS Verherrlichung stoppen“, der ALB, der ALI, LeA und TOP Berlin. Ebenfalls in der neuen AIB ist ein Interview-Streitgespräch zwischen Antifaschistische Koordination Köln & Umland [AKKU] und Antifa AK Köln, was insbesondere dadurch Relevanz besitzt, dass [AKKU] sich tendenziell der Interventionistischen Linken und der Antifa AK dem UmsGanze Bündnis zurechnen, d.h. in dem Interview geht es auch um die strategische Orientierung dieser bundesweiten Zusammenschlüsse am Beispiel des Antiislamkongresses in Köln: Diskussion hier
Die Blogwelt hat die Diskussion aufgegriffen und eifrig diskutiert:
Bikepunk hat zwei Beiträge dazu veröffentlicht.
Auch im*moment*vorbei hat sich dazu geäußert und eine ausführliche Diskussion angezettelt.
Diskussion gab’s auch bei Rockstar und M-Punkt. Allerdings hat die Diskussion bei M-Punkt weniger eine Standortbestimmung der Antifa, sondern eine Diskussion um das GSP-‘Argument‘, dass eine Gegnerschaft zum Faschismus eine Parteinahme und ein Lob der Demokratie bedeuten würde, ausgelöst… wer’s mag.
Erinnern möchte ich hier auch noch daran, dass dies natürlich nicht die erste Antifa-Debatte ist. Vor einigen Jahren gab’s in der Phase Zwei schonmal so eine Diskussion, die ich hier auch kurz dokumentieren möchte:
Gestartet in der Ausgabe 14 mit dem sympathischen Titel ‚Wie deutsch sind die Nazis?‘, fortgesetzt mit der ‚Wort zum Sonntag – Flaschenpost an die Restvernunft‘ der Autonomen Antifa [f], dem ‚Antifa Chainsaw Massacre‘ von Bad Weather und einem Abschlussbeitrag der KP Berlin. Dazwischen gab’s noch einige andere Beiträge, die sich alle online bei der Phase 2 nachlesen lassen.
D.h. entgegen der Vermutung mancher KritikerInnen findet Antifa nicht nur in Form sportlicher Betätigung auf der Straße, sondern auch in Papierform als theoretische Auseinandersetzung statt.






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