Gewerkschafter gegen Rechts!

Einige haben vielleicht schon vom Fall des Angelo Lucifero gehört. Ein Gewerkschafter, der sich im Bereich Antifaschismus/Antirassismus engagierte und bekannt wurde durch seine konsequente Abwehr eines Nazi-Angriffs im März 2007 und die darauffolgenden Konsequenzen. Labournet hat eine kleine Chronik der Übergriffe zusammengestellt, denen sich Angelo erwehren musst: Chronik
Offiziell aus ganz anderen Gründen, aber zufälligerweise gleichzeitig zum Prozessauftakt gegen Angelo Lucifero, der sich für seine konsequente Abwehr des Neonaziangriffes vor Gericht verantworten musste, hat die Gewerkschaft Ver.di versucht ihn zu kündigen. Auf Grund der Vielzahl von Protestbriefen und öffentlichen Solidaritätsbekundungen hat man jetzt anscheinend eingelenkt und einen Kompromiss vereinbart:

Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, daß Angelo ab dem 1. Februar 2010 wieder als politischer Sekretär bei ver.di (aber nicht im Landesbezirk Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen) arbeiten soll. In der Zwischenzeit wird er– mit einem Jahr Freistellung – bei einer Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Initiativen tätig sein. Für die Weiterbeschäftigung ab 1. Februar 2010 gibt ver.di keine Garantie, allerdings ist bei Uneinigkeit eine Schiedsstelle vorgesehen. Angelo hatte die Alternative, dieses Angebot anzunehmen oder gegen die Kündigung zu klagen. Der Weg vor das Arbeitsgericht hätte – so befürchtete er begründet – auf keinen Fall zurück zu ver.di geführt. Angelo will weiter bei ver.di arbeiten und hat deshalb die Vereinbarung unterzeichnet.
Quelle: junge Welt

Bleibt nur zu hoffen, dass es in den Gewerkschaften noch mehr engagierte AntifaschistInnen und AntirassistInnen wie Angelo Lucifero gibt und die gewerkschaftlichen Strukturen diese stützen, anstatt ihnen in den Rücken zu fallen, wenn es ernst wird.





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