Elsässer und die Heterosexualität

Jürgen Elsässer, eine eher plumper Zeitgenosse, hat in einem öffentlichen Internetchat eigentlich zu seinem neuen Buch Frage zum Thema ‚Wer kontrolliert die Geheimdienste‘ beantwortet. Sein umfassendes Wissen über US-Geheimaktionen („Osama ist ein CIA-Agent und wahrscheinlich schon lange tot“; „9/11 war eine Fraktion der US-Dienste, kommandiert von Dick Cheney. Meine Hypothese“ usw.) wurde nur noch übertroffen von seinem noch umfassenderen Wissen zum Thema Geschlecht:

Juergen_Elsaesser: Gendermainstreaming macht die Jugend kaputt. Wenn die Lehjrer jetzt denen erzählen, dass es eigentlich keine Geschlechter gibt, werden die an ihrer Sexualität verrückt.
[…]
Moderator: Man kann Gendermainstreaming auch als Gleichberechtigung verstehen, oder?
[…]
Juergen_Elsaesser: Eben nicht. Für Gleichberechtigung bin ich auch. Aber die Theorie von G. ist ja: Geschlechter sind keine biologische Realität, sondern soziale Konstrukte. Dabei kann sich jeder beim Pinkeln vom Gegenteil überzteugen.
[…]
Moderator: Einverstanden, nur dreht es sich doch wohl eher um die Rolle, als um das biologische Geschlecht?
Juergen_Elsaesser: Schön wärs.
[…]
Juergen_Elsaesser: Machen wir noch 5 Minuten. Tochi hat sich etwas verschwurbelt ausgedrückt. Icxh versuchs mal: Wenns zwei Geschlechter gibt, ist die Anziehung dieser Pole sehr plausibel. Heterosexualität war deshalb in der Geschichte die dominante Beziehungsform. Schwul/lesbisch sind ca. drei Prozent, das ist fast eine Konstante. Das per Indoktrionation umdrehen zu wollen, kann nicht klappen.

Wir lernen also: Wenn’s zwei Geschlechter gibt (welche man offensichtlich am Pinkeln erkennen kann), müssen sich die logischerweise anziehend finden (?) und Gendermainstreaming zerstört die Geschlechteridentitäten und verwirrt damit die deutsche Jugend… und wer profitiert jetzt von dieser zersetzenden Geschlechterdekonstruierung? „Gendermainstreaming ist gemeingefährlicher Schwachsinn zur Bereicherung feministischer PostenjägerInnen.“
Feministinnen versuchen also die ‚normale‘ Heterosexualität in schwul/lesbisch zu ändern, weil sie dann Posten bekommen (???).


2 Antworten auf „Elsässer und die Heterosexualität“


  1. 1 der jürgen, der jürgen « im*moment*vorbei Pingback am 01. Oktober 2008 um 19:45 Uhr
  2. 2 Rot-brauner Vollpfosten | meta.copyriot.com Pingback am 22. Februar 2009 um 3:57 Uhr
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