Archiv der Kategorie 'Witzig'

Banksy’s Simpson Intro

Hexenjagd

Schon wieder ein Fortsetzungsbeitrag. Die Bandbreite, eine ‚linke‘ HipHop-Band die sich vor allem mit kruden Verschwörungstheorien in den Vordergrund gedrängt hat, hat ihr neues Album veröffentlich: Hexenjagd.
Der Titel drückt die tiefsitzende Paranoia der beiden ‚Künstler‘ aus, denn diese fühlen sich tatsächlich verfolgt und suggerieren in ihrem Trailer den kurz bevorstehenden Flammentod:

Damit nicht genug. Wer so tapfer für die Wahrheit ficht, lässt sich natürlich nicht von irgendwelchen fiesen Kritikern daran hindern und deswegen klärt die Bandbreite weiter auf. Vom Reichstagsbrand bis zu den Terroranschlägen in Madrid erkennt sie immer die selbe Taktik. Die bösen Herrschenden belügen das Volk und schaffen sich durch Attacken unter falsche Flagge selber die Gründe für ihren repressiven Herrschaftsapparat. Denn immerhin haben die Selbstmordattentäter von London Rückfahrtickets gekauft. Riecht das nicht nach einer ganz großen Verschwörung?

Kulturtipps I

Ein 40 Stunden/Woche Praktikum für 0 € (‚das ist in der Branche üblich‘ – lol) bietet Gelegenheit youtube näher kennen zu lernen. Deswegen hier 2 Top-Kulturtipps:

Marc Uwe Kling
Im Internet unter http://www.marcuwekling.de/ zu finden. Bekannt geworden durch seine Auftritte bei Poetry Slams und seine Geschichten vom Känguru, hat er aber auch n paar Lieder im Angebot. Neben der ‚Homage‘ an Josef Ackermann begeistert vor allem sein SPD-Hit ‚Wer hat uns verraten‘:

Rainald Grebe

Oft in der Kombo mit der Kappelle der Versöhnung unterwegs bietet er unterhaltsames Liedgut für jede Gelegenheit. Als erstes seine künstlerische Verarbeitung der brandenburgischen Tristesse:

Und fast noch besser: Rainald Grebe als Kai Diekmann erklärt die 68er

Vorsicht, Piraten!

Nein, hier geht’s nicht um irgendwelche gekaperten Schiffe vor der Küste Somalias und auch nicht um den Fluch der Karibik, sondern um eine erheiternde Gerichtsposse: Der Prozess gegen die Betreiber der beliebten Internetseite „The Pirate Bay“.
Dort, so muss ich mir als Unkundiger aus den Artikeln zusammenreimen, kann man sich Adressen anzeigen lassen, wo man Spiele, Filme und was man sonst noch so braucht runterladen kann. Allerdings funkioniert das nicht mehr nach dem wohlbekannten Napster-Modus, wo man auf den Festplatten anderer Leute seine gewünschten Titel sucht und downloadet, sondern ist technisch wohl um einiges komplizierter. Insbesondere dass Pirate Bay weder die Sachen selber hostet, noch direkt einen Verweis auf eine Downloadquelle setzt, sondern stattdessen nur ermöglicht, dass sich Menschen, die etwas haben bzw. haben wollen so zusammenschalten, dass man nicht nur von einer, sondern gleich von mehreren Quellen saugt und sich diese Schwarmgebilde recht felxibel an Angebot und Nachfrage anpassen.
Soweit, so unverständlich. Ist aber erstmal auch recht egal, denn wie sich im Prozess gegen die Pirate Bay Betreiber in Schweden herausgestellt hat, durchsteigt selbst die Staatsanwaltschaft das System nicht ganz. Denn bereits in den ersten Prozesstagen musste die Hälfte der Anklage fallen gelassen werden, weil die zur Last gelegten Delikte so definitiv nicht begangen wurden… peinlich für die Staatsanwaltschaft und ein Sieg für die Pirate Bay Betreiber, die den Staat als sau blöde vorgeführt haben.
Ob der Rest der Anklage noch zu einer Verurteilung führt oder ob sich auch dies als angesichts der aktuellen Rechtslage als gegenstandslos erweist, steht noch nicht fest.
Mich begeistert nur, dass die Internetcommunity immer wieder die erbärmlichen Versuche von Industrie und Staat, geistige Eigentumsrechte im Internet durchzusetzen, so dermaßen auflaufen lässt… ein köstliches Schauspiel und ein Beweis für die Macht kollektiver Aneignung, selbst wenn diese nicht explizit politisch daher kommt.
Denn auch wenn The Pirate Bay wohl den Betreibern in der Hauptsache Werbeeinnahmen beschert, setzt sich doch ein Prinzip in diesem Umfeld durch: Alles für alle und zwar umsonst!
Und das ist ja schon mal nicht schlecht, ganz abgesehen von der Demonstration der staatlichen Unfähigkeit!
Berichte zu dem Schauspiel gab’s bei der taz:
taz I
taz II
taz III

Trash mit Style

Vote or die!

Jetzt läuft die Abstimmung bei politischesplakat und die Blogwelt trommelt schon für den jeweiligen Favoriten. Aktuell liegt mein persönlicher Favorit vorne und das soll natürlich auch so bleiben. Also geht voten oder P. Diddy macht euch Beine:

Das beste, das schönste, das tollste…

Leistungsgesellschaft 2008/2009: Popstars, Germanys next Topmodel, Deutschland sucht den Superstar und ab diesem Jahr The biggest Looser… egal ob man angeblich singen, tanzen, laufen oder auch nur abspecken kann, es gibt immer eine Show in der man sein Können mit dem von anderen in Form eines Wettkampfes vergleichen kann. Konkret hat dies mal treffend als die Kulturalisierung und Vermarktung der Bewerbungssituation beschrieben, denn der einzelne wird darauf konditioniert noch jede entwürdigende Aufgabe über sich ergehen zu lassen, solange er davon träumen darf, dafür mit einem miesen Knebelvertrag ‚entschädigt‘ zu werden.
Doch jetzt kommt die politisch korrekte Ersatzdroge, das Spice der Castingshows, in Form von Abstimmungen über Germanys next Top Transpi in verschiedenen Ausführungen und ganz aktuell die Wahl zum besten Plakat 2008 bei politischesplakat. Mein persönlicher Favorit von der Redical M ist auch schon nominiert, sobald die Abstimmung gestartet wird, werdet ihr natürlich informiert:

Das Wort zum Sonntag: Arbeit nervt!

Stefan Raab und der Dalai Lama

Der erste Witz bei Stefan Raab seit langem, über den man wieder lachen konnte. Zum Thema Dalai Lama kommentiert Raab einen Videoclip (Stand Up) des Dalai Lama, in dem dieser sichtlich erheitert bestreitet ein Dämon zu sein, mit: „Süß. […] Für mich ist der Dalai Lama der Knut der Religionsführer. […] Man merkt ihm überhaupt nicht an, dass er seit Jahrzehnten mit seinem kleinen Land China terrorisiert“

Im Gegensatz zu den sonstigen medialen Verlautbarungen zum Thema Dalai Lama und Tibet schon fast unabsichtlich tiefschürfend!

Jesus Christ Superstar

Gefunden beim eso-watch-Blog. Thematisch passend zu Ostern wird hier die wahre Geschichte von Jesus Tod musikalisch untermalt präsentiert:




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